Foto: Iris Edinger
Artist Statement
Kunst zwischen Wahrnehmung,
Resonanz und schöpferischer Präsenz
"Meine Kunst ist mehr als reine visuelle Darstellung – sie ist Ausdruck einer Suche nach Verbindung, Präsenz und innerer Lebendigkeit. Im Zentrum steht für mich die Frage, wie innere Zustände, bewusste Wahrnehmung und schöpferische Freude durch Farbe, Bewegung und Material erfahrbar werden können.
Seit vielen Jahren interessieren mich die Prozesse, Stimmungen und inneren Bewegungen, die hinter sichtbaren Erscheinungen spürbar werden. Dabei geht es mir weniger darum, etwas Unsichtbares zu erklären, als vielmehr darum, Erfahrungsräume zu öffnen: Räume, in denen Atmosphäre, Resonanz und innere Bewegung wahrnehmbar werden.
Für mich endet Kunst nicht an der Oberfläche des Materials. Sie entsteht im Wechselspiel zwischen Werk, Wahrnehmung und innerer Erfahrung. Jedes Werk versteht sich als Erfahrungsraum für Farbe, Licht und Wahrnehmung – als Einladung, sich auf Atmosphäre, Präsenz und innere Resonanz einzulassen.
In meiner Kunst geht es nicht darum, Konflikte darzustellen oder Lösungen vorzugeben, sondern Räume für Konzentration, emotionale Offenheit, innere Balance und schöpferische Lebendigkeit zu öffnen. Entscheidend ist für mich die bewusste Verbindung von Wahrnehmung, Körpergefühl und kreativem Prozess.
Der kreative Prozess ist für mich ein sinnliches Abenteuer aus Farbe, Bewegung, Intuition und bewusster Wahrnehmung. Ein einziger Pinselstrich, eine Bewegung oder ein Farbimpuls kann den Ausgangspunkt für eine neue Komposition bilden."
"Erst wenn ich das Gefühl habe, die energetische Wirkung des Werkes nicht weiter steigern zu können, wird es in seine Selbständigkeit entlassen."
Im Interview mit dem Athena Art Magazin
Kunst als Reise zur inneren Präsenz
Georg H. Schmidt, geboren 1952 am Niederrhein, entwickelte früh den Wunsch, seinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Auch wenn ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf 1971 nicht zustande kam, setzte er seine künstlerische Entwicklung eigenständig fort. In frühen Experimenten mit Spachteltechniken entwickelte sich ein Gespür für Material, Struktur und Oberfläche.
1974 erfüllte sich Georg einen Traum und reiste drei Monate nach Indien und Nepal. Die Eindrücke dieser Reise erweiterten seine Wahrnehmung von Kunst, Leben und innerer Erfahrung nachhaltig. Aus den Erlebnissen entstanden abstrakte Zeichnungen, in denen sich Eindrücke von Bewegung, Stille, Fremdheit und innerer Weite verdichteten. In dieser Phase signierte er seine Werke mit „Hito“, dem japanischen Wort für „Mensch“ – als Zeichen für die gemeinsame menschliche Erfahrung über kulturelle Grenzen hinweg.
Ein wichtiger Wendepunkt entstand Anfang der 90er Jahre während der Gestaltung eines farbigen Wandobjekts: Farben begannen für ihn eine klangähnliche, rhythmische Qualität zu bekommen. Daraus entwickelte sich eine Arbeitsweise, in der Farbe, Bewegung, Klangempfinden und innere Wahrnehmung enger miteinander verbunden wurden.
Seine Arbeiten entstehen häufig in Schichtungen, in denen Farbe, Material und Bewegung nach und nach zu einem vielschichtigen Ganzen verdichtet werden. So entstehen dynamische Kompositionen, die Erfahrungsräume für Wahrnehmung, Resonanz und schöpferische Lebendigkeit öffnen.
In Einzelausstellungen und Präsentationen konnte Georg H. Schmidt seine künstlerische Position einem breiteren Publikum vorstellen. Seine Bilder und Objekte arbeiten mit Farbe, Struktur, Licht und räumlicher Präsenz und laden dazu ein, sich auf Atmosphäre, Tiefe und innere Resonanz einzulassen.
Heute lebt und arbeitet Georg H. Schmidt in Düsseldorf. Sein künstlerischer Weg erzählt von Eigenständigkeit, Suche und der Kraft, aus bewusster Wahrnehmung und innerer Lebendigkeit immer wieder neue Formen entstehen zu lassen.
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